Forum Augsburg Lebenswert e.V.

Pläne für eine Tiefgarage unter der Maximilianstraße: Brief an OB Dr. Gribl (18.9.2009)

Kategorie
Maximilianstrasse

Herrn Oberbürgermeister
Dr. Kurt Gribl
Rathausplatz 1

86150 Augsburg


Pläne für eine Tiefgarage unter der Maximilianstraße

Augsburg, den 18.9.2009

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, in letzter Zeit sind eine Reihe von Projekten in die Diskussion gelangt, die in Ihrer Gesamt-schau den Gedanken nahelegen, dass nach 1983/85 und 1998/2000 aktuell erneut daran ge-dacht wird, eine Tiefgarage unter der Maximilianstraße zu bauen:

- Drei Hotelprojekte (Erweiterung Drei Mohren, Umwandlung der Hallschule in ein Hotel, Hotelprojekt am Standort der Hauswirtschaftsschule am Prediger Berg), deren Stellplatzbedarf sich niemals vollständig auf dem eigenen Grundstück realisieren lässt, könnten ein Interesse an der Maxgarage haben und zu ihrer Finanzierung beitragen. So würde auch das Interesse der Stadt am Verkauf dieser Anwesen (Hallschule, Hauswirtschaftsschule) besser verständlich.

- Die aktuellen Bemühungen interessierter Kreise, das 1809 aus städtebaulichen Gründen abgebrochene Siegelhaus aus angeblich ebensolchen Gründen als modernes Objekt wieder zu errichten. Da es hierfür keine erkennbare oder gar benötigte Nutzung gibt, liegt es nahe, hier Zugänge und Belüftungstechnik der Garage unterzubringen.

- Die ansonsten kaum erklärbare Haltung der Stadt Augsburg, die Hallstraße für den MIV offen zu halten, könnte sich daraus ergeben, dass hier eine Zufahrt für die Garage notwendig ist.

- Die immer wieder aufflammenden Bemühungen, um den Abbau der Tramgleise in der oberen Maximilianstraße, begründet mit angeblichen Bauschäden, verursacht durch die Straßenbahn. Recherchen bei Fachverbänden und Denkmalschützen haben keine Hinweise auf einen solchen Zusammenhang ergeben, es scheint sich um ein speziell Augsburger Phänomen zu handeln. Überzeugend ist jedoch, dass die Gleisanlagen mit ihrem statischen Unterbau die Baukosten einer Garage empfindlich erhöhen würden und dazu noch das Bauwerk tiefer eingegraben werden müsste.

- Die Beruhigung der Anlieger durch Andeutungen, dass man Möglichkeiten sehe, wie sich die Neugestaltung der Maximilianstraße ohne Beteiligung der Hauseigner an den Baukosten realisieren lasse. Dazu müsste wohl ein Dritter die Kosten tragen, z.B. der Bauherr der Garage.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Sie könnten die vorgetragenen besorgten Gedanken ganz einfach entkräften, indem Sie uns versichern, dass niemand die Absicht habe, eine Tiefgarage unter der Maximilianstraße zu bauen.

Besten Dank, mit freundlichen Grüßen

Franz Gabler
Vorsitzender